23. Januar 2010


Januar 2010


Ratschläge zum richtigen Umgang mit dem "Führungswerkzeug Sprache" hält die Seite managerseminare.de (kostenpflichtig) bereit – mit Tipps "hochkarätiger Experten" sowie Kurzrezensionen hilfreicher Fachbücher.


"Manchmal muss eine perfekte Rede innerhalb von zwei Tagen getextet sein." Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt realistisch den Alltag einer Ghostwriterin.


Dem wissenschaftlichen Ghostwriting und den damit zusammenhängenden juristischen Fragen widmet sich die Frankfurter Rundschau.


"Gesucht: ein neuer Willy Brandt." Dessen ehemaliger Schreiber Albrecht Müller erinnert sich bei FAZ.net der besseren Zeiten, als die politische Rede noch Gewicht hatte.


Dezember 2009


Eine gute Nachricht: "Ghostwriter-Vereinbarung nicht immer sittenwidrig" überschreibt die Anwaltskanzlei Hild & Kollegen ihren ausführlichen Kommentar zu einem einschlägigen Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main.


Den seltenen Anlass, dass Ghostwriting auf einer Theaterbühne thematisiert wird, kommentiert die Kölnische Rundschau. Es handelt sich um die Komödie "Roses Geheimnis" des US-amerikanischen Autors Neil Simon.


Der Schweizer Abiturient Tobias Käppeli wollte wissen, wie sich die Rhetorik der Bundes- von jener der Kantonsparlamentarier unterscheidet – und präsentiert der Neuen Schwyzer Zeitung zufolge "erstaunliche Resultate" (die allerdings nur in einer Kurzfassung frei zugänglich sind).


Die Wiener Presse greift noch einmal den in der New York Times erneut publizierten Vorwurf auf, "der deutsche Philosoph Martin Heidegger habe möglicherweise als Ghostwriter für Hitler Reden geschrieben", wie der französische Philosoph Emmanuel Faye im Buch "Heidegger, l'introduction du nazisme dans la philosophie" behauptete.


Warum Leser keine Anglizismen mögen? Vielleicht weil Umfragen zufolge 60 Prozent der Deutschen kein Englisch sprechen. Die Welt-Kolumne "Wortgefecht" behandelt den immer jungen Streit um Sprachimporte aus dem angelsächsischen Raum. Noch ausführlicher dazu der Spiegel in einer nun online zu lesenden Titelgeschichte aus dem Jahr von 2006 unter der Überschrift "Deutsch for sale", die so eingeleitet wird: "Die deutsche Sprache wird so schlampig gesprochen und geschrieben wie wohl nie zuvor. Auffälligstes Symptom der dramatischen Verlotterung ist die Mode, fast alles angelsächsisch "aufzupeppen"."