Betrug bei Abschlussarbeiten an der Uni: Eine Ghostwriterin berichtet der Münsterschen Zeitung Einzelheiten.
Suite101, "das Netzwerk der Autoren", stellt den Verband der Redenschreiber deutscher Sprache vor und staunt, dass eine zehnminütige Rede "leicht 700 Euro" koste, warnt aber auch: "Niedrige Honorare für Reden bergen die Gefahr geringer Qualität."
Führende medizinische Fachzeitschriften schließen Ghostwriting eigentlich aus, doch aktuelle Umfragen unter den Autoren belegen eine hohe Quote von Fremdautoren, wie das Ärzteblatt erstaunt zur Kenntnis nimmt. Für die betroffenen Redaktionen sei das ein "vollkommener Schock".
"Wie wird das Ghostwriting in zehn Jahren aussehen?", wagt der Contentprofi Blog einen Ausblick in die Zukunft des Gewerbes mittels eines Rückblicks auf die vergangenen Jahre, verbunden mit der Feststellung: "Grabreden sind inzwischen enorm in Mode gekommen."
"Der Wert des Schweigens wird unterschätzt", überschreibt die Süddeutsche Zeitung ihr Interview mit VRdS-Vorstandsmitglied Vazrik Bazil über die Kultur der politischen Rede in Deutschland.
Politischen Ghostwritern wendet sich Deutschlandradio Kultur im Vorfeld der Bundestagswahl zu. Inzwischen seien "die Fremddenker normaler Bestandteil des Politikbetriebs", heißt es in der Sendung, die akustisch und in Manuskriptform abrufbar ist (als mp3-Datei auch zum Download).
"Die Vergabe von Doktortiteln in Deutschland sollte stärker kontrolliert werden", empfiehlt der Tagesspiegel in einem Bericht über wissenschaftliches Ghostwriting und gekaufte Hochschulabschlüsse. jetzt.de zeigt Verständnis für die Auftraggeber: "Viele Studenten scheitern an der Abschlussarbeit, weil sie nicht rechtzeitig um Rat fragen." Der Internetblog Forschungsmafia schildert detailliert die kriminellen Hintergründe und Der Westen beklagt: "Den Doktor-Eid haben viele Universitäten voreilig abgeschafft."
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